Home Office: Zu Hause im Büro statt im Büro zuhause

Eine gute Organisation ist im Home Office besonders wichtig, denn beim Arbeiten im Heimbüro sollten einige Punkte unbedingt berücksichtigt werden.

home office einrichten

(iStock.com/svetikd)

Arbeiten im Home Office – das klingt für viele Arbeitnehmer wie ein wahr gewordener Traum. Der lange Weg ins Büro entfällt und keiner beklagt sich, wenn wir in Jogginghose am Schreibtisch sitzen. Doch die Arbeit in den eigenen vier Wänden birgt auch Gefahren, die ihr mit unseren Tipps umgehen könnt.

Die gute Organisation des Arbeitsbereiches ist eine sehr wichtige Voraussetzung für die optimale Produktivität, wenn ihr von Zuhause aus arbeitet. Mit anderen Worten, die übliche häusliche Ablenkung zusammen mit dem typischen Office Wirrwarr kann leicht auf Kosten der Konzentration und der Effektivität gehen. Ihr solltet einen festen Platz für alle Sachen, die ihr im Heimbüro benötigt, organisieren und alle Utensilien nach dem Gebrauch an die zugeteilten Stellen zurückbringen. Wenn ihr euer Home Office in bester Ordnung haltet, verbessert sich eure Konzentration und eure Arbeitsproduktivität.

 

1. Wohnt ihr noch oder arbeitet ihr schon?

Arbeitet möglichst nicht auf der Couch oder am Küchentisch. Wenn ihr regelmäßig im Home Office arbeitet, solltet ihr unbedingt eine klare Trennung zwischen Wohn- und Arbeitsbereich schaffen. So lassen sich Privates und Berufliches besser trennen, ihr lasst euch bei der Arbeit nicht ablenken und andererseits springen euch nach Feierabend auch keine unerledigten Aufgaben ins Auge. Dabei muss der Arbeitsplatz nicht unbedingt ein eigenes Zimmer bekommen, denn auch, wer wenig Platz hat, kann sich einen abgetrennten Bereich schaffen, der einzig der Arbeit vorbehalten ist. Zum Beispiel kann man die Arbeitsecke mit einem Paravent oder Raumtrenner optisch abgrenzen.

 

2. Alles eine Platzfrage

Die Platzfrage umfasst drei Aspekte: die Platzsuche, das Platznehmen und das Platzschaffen. So ist zunächst die Position des Arbeitsplatzes wichtig. Des Weiteren lohnt sich die Investition in einen bequemen, rückenfreundlichen Schreibtischstuhl und einen Schreibtisch in richtiger Höhe – schließlich müsst ihr mehrere Stunden täglich auf ihm sitzen. Zuletzt gilt es dann, genug Stauraum zu schaffen, so dass Stifte, Ordner, Papierstapel und Co. im Handumdrehen verschwinden können. Wählt am besten einen ruhigen Bereich, sorgt für Frischluft und richtet euch so aus, dass das Licht weder ungünstig auf den Monitor eures PCs fällt, noch dass es euch blendet.

 

3. Das richtige Licht ist ein Muss in jedem Heimbüro

Gute Lichtverhältnisse im Home Office steigern die Produktivität. Wer im Halbdunkeln sitzt, wird hingegen schnell müde und unkonzentriert. Ideal ist Tageslicht in Kombination mit Frischluft. Alternativ eignet sich indirekte Beleuchtung mit weißem oder leicht bläulichem Licht, da dieses anregend und belebend wirken soll.

 

4. Wandregale sind die beste Aufbewahrungsfläche

In fast jedem Office ist die Aufbewahrungsfläche knapp, im Heimbüro zumeist auch. Das papierfreie Büro wird wahrscheinlich irgendwann Realität, bis dahin sammeln sich immer noch viele Papiere und Aktenordner an. Aus diesem Grund empfehlen wir, eine Wand im Home Office mit Wandregalen einzurichten. Ordnet die Unterlagen, die ihr nicht sehr oft braucht auf den untersten oder auf den obersten Regalen.

 

in den Aufbewahrungsboxen lassen sich Aktenordner gut verstauen
Aktenordner gehören ins Regal, Ordner zum Archivieren können in geschlossenen Trans„konrad“ portboxen verwahrt werden. (iStock.com/archideaphoto)

 

5. Schafft Platz und archiviert wichtigen Dokumente

Mit den Jahren sammelt man vielfältige Unterlagen, die man nicht wegwerfen darf oder will. Hier können die praktischen, transparenten Kristallboxen „konrad“ Abhilfe bringen. Die Ordner sind staubfrei und sicher verpackt und können im Abstellraum, Keller oder Dachboden trocken aufbewahrt werden.

 

6. Ordnung ist das halbe Leben – Ein Ablagesystem für eure Papiere

Ablagekörbe und Stapelkörbchen schaffen Ordnung auf dem Schreibtisch
Wer seinen Schreibtisch regelmäßig aufräumt, behält leichter den Überblick. Hier zu sehen: Stapelkörbchen „mirko“ und „jonas“s.

 

Sehr oft arbeitet man mit vielen Papieren, Unterlagen oder Büchern. Häufig liegen sie auf dem Schreibtisch, da man sie ständig griffbereit haben will. Es sind viele Aufgaben zu erledigen und man sollte alles schnell zur Hand haben. Deswegen soll das Notwendige immer in unmittelbarer Nähe sein. Aus diesem Grund empfehlen wir euch, ein Ablagesystem mit Stapelkörbchen und Boxen einzurichten. Ihr braucht breite Regale und ausreichend Stehsammler und Aufbewahrungsboxen, die ihr entsprechend beschriften solltet.

In Stapelkörbchen und Boxen (hier „lotta“) kann man gut Ordnung halten.

 

Bemüht euch, am Arbeitsplatz Ordnung zu halten. Nutzt Pinnwände oder Tafeln gegen das Zettelchaos und räumt regelmäßig unnützen Ballast weg. So behaltet ihr den Überblick und arbeitet effektiver, da ihr weniger Zeit mit Herumkramen vergeudet. Diese Ordnung sollte sich dann auch im Arbeitsablauf widerspiegeln. Gerade im Home Office sollten Arbeitnehmer auf eine klare Struktur achten, um die Arbeitsatmosphäre zu wahren.

 

7. Organisiert euch mithilfe von To-Do Listen

Setzt euch klare Ziele für den Tag: „Was muss heute geschafft werden?“
Ein weiterer Tipp: Notiert euch nebenbei, was ihr bereits abgearbeitet habt und wie viel Zeit ihr dafür gebraucht habt. Ein solches Aufgabentagebuch liefert nicht nur einen extra Schub Motivation, sondern ist auch in Gesprächen mit dem Chef hilfreich – zeigt es doch, dass ihr die Zeit im Home Office effektiv nutzt.

 

8. Räumt jeden Tag auf

Jeder macht gerne Feierabend, besonders wenn man von zu Hause arbeitet. Oft fühlen wir uns unmotiviert, um noch den Schreibtisch in Ordnung zu bringen und lassen uns auf angenehmere Tätigkeiten ein. Am nächsten Tag betreten wir das unordentliche Office und sollen den Arbeitstag mit langweiligem Aufräumen beginnen. Die ersten Stunden vom Arbeitstag sind sehr wichtig für die Produktivität und es lohnt sich überhaupt nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Das tägliche Aufräumen im Heimbüro sollte zur Routine werden. Das kostet euch nicht mehr als 5-10 Minuten nach dem Arbeitstag.

 

9. Inspirierende Dekoration sorgt für mehr Freude am Arbeitsplatz

Lasst die Wände nicht unbedingt frei, aber gleichzeitig dürfen sie nicht überfüllt sein. Schafft eine kreative und persönliche Atmosphäre mit schönen Bildern oder inspirierenden Kunstwerken. An die Wand könnt einzigartige Dekos oder Bilder hängen, um das Ambiente aufzupeppen, auch ein paar Zimmerpflanzen können zum angenehmen Büroklima beitragen. Das hilft euch, sich im Heimbüro wohl zu fühlen und damit verbessert sich auch eure Produktivität.

 

An Drahtbügeln werden Kataloge und Zeitschriften aufgehängt6.
Etwas Dekoration an den Wänden sorgt für mehr Atmosphäre. Hier: Drahtbügel mit Katalogen und Zeitschriften.

 

Viele von uns haben ihre Lieblingszeitschriften und –bücher, die wir oft im Heimbüro aufbewahren. Wenn noch Platz an der Wand ist, dann bringt dort zum Beispiel Kleiderbügel aus Draht an die Wand an und hängt die aktuellen Lieblingszeitschriften auf. Oder macht euch eine Pinnwand mit Sprüchen und Bildern, die euch inspirieren. Wichtig ist, dass ihr euch eine gemütliche Atmosphäre in eurem Heimbüro schafft.

 

10. Kleider machen Leute

Auch, wenn es morgens äußerst verlockend erscheinen mag, direkt im Schlafanzug oder in der gemütlichen Jogginghose vor den PC zu schlurfen – zieht euch an! Ein professionelles Outfit hilft, sich innerlich auf die Arbeit einzustellen. Außerdem signalisiert es auch anderen Personen im Haushalt: „Ich arbeite jetzt und bin nicht ansprechbar.“

 

11. Macht mal ’ne Pause

Lunch-Dates bringen zugleich den Vorteil mit sich, dass ihr Abstand zum Arbeitsplatz gewinnt. Viele Heimarbeiter beklagen nämlich, auch in den Pausen nicht wirklich abschalten zu können. Nur schnell noch eine Mail beantworten oder die spontanen Ideen notieren, während das Pausenbrot nebenbei hinuntergeschlungen wird? Dieses wenig erholsamen Pausen haben mit dem Verlassen der Wohnung ein Ende. Generell sollten eure Arbeitszeiten klar geregelt sein. Beginnt den Homeoffice-Tag möglichst immer um dieselbe Zeit, haltet eure Pausen ein und werft nach Feierabend keinen Blick mehr auf die Arbeitsunterlagen – und sei er auch noch so kurz!
So schön das Arbeiten im Home Office ist, es kann auch einsam machen. Achtet deshalb auf den regelmäßigen Kontakt und Austausch mit euren Kollegen.

 

Keep on working smarter!